CDU Kreisverband Landkreis Rostock

Grundschule Am Hasenwald Güstrow

CDU Stadtfraktion: 
 
SPD, Linke und GWB beschließen das AUS für die Hasenwaldschule
Nach Auswertung der zur Verfügung gestellten Unterlagen entschied sich die CDU – Stadtfraktion gegen die Schließung des Grundschulstandortes Am Hasenwald. Neben den grundsätzlichen Argumenten, die gegen eine Schließung sprechen, wie die Abkopplung des Weststadtteils von der Stadtentwicklung, pädagogische Gesichtspunkte (Schulkombinate aus DDR – Zeiten sind als Vergleich nicht mehr angebracht) und auch zu erwartende Verkehrsprobleme im Bereich der einspurigen Hafenstraße sprechen zwei entscheidende Punkte gegen die vorgesehende Lösung, einen gemeinsamen Schulkomplex in der Hafenstraße zu errichten.
 
Erster Punkt: Nach vorliegenden Unterlagen von Seiten der Verwaltung werden die Schülerzahlen 2008/09 1705 Schüler (90 Klassen), 2014/15 2062 (99 Klassen) und im Jahre 2018/19 2041 (97 Klassen) betragen. Dabei sind die Kinderzahlen der Umlandgemeinden bzw. die Entwicklungschancen der Stadt Güstrow als Kreisstadt nicht berücksichtigt worden.
 
Zweiter Punkt: Im Schreiben des Schulamtes wird auf eine eventuelle zu geringe “Minimalvariante” bezüglich des Raumbedarfes hingewiesen. Aus unserer Sicht wird mit der Gesamtzahl von zukünftig 67 Räumen diese Befürchtung bestätigt. Außerdem wird z.B. der hochgepriesene separate Hortneubau mit 10 Räumen in die zu erwartende Minimalvariante einfließen, so dass wir der Auffassung sind, dass das jetzt vorgesehene Raumkonzept keine optimalen Bedingungen für unsere Kinder darstellen wird.
 
An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass alle Schulkonferenzen eine ablehnende Stellungnahme abgegeben haben. Unverständlich ist für uns außerdem die Tatsache, dass versucht wird, die einzelnen Schulstandorte gegeneinander auszuspielen. Angesichts konstanter Schüler - und Klassenzahlen bis 2018/19 im Einzugsbereich der Th. Münster – Schule steht für uns eine Schließung dieser Schule nicht zur Debatte. 
 
Unser Vorschlag lautet aus den genannten Gründen, Neubau einer Grundschule am Standort Hamburgerstraße oder in der näheren Umgebung z.B. Feldstraße im Bereich ehemals 1000 Töpfe. Ein (Multi-) Funktionalbau (z.B. Integration eines Jugendclubs und/oder einer Kindereinrichtung) der gewährleistet, dass auch das Wirtschaftlichkeitsprinzip gewahrt bleibt. Somit wäre jederzeit auch eine anderweitige Nutzung des Gebäudes bei sich änderten Schülerzahlen nach 2020 möglich.
 
Aus Sicht der CDU – Fraktion wurden in der Debatte der Stadtvertretersitzung die Sachargumente nicht ausreichend berücksichtigt und es war für uns nicht erkennbar, dass die Vertreter von SPD, der Linken und des GWB 's dazu überhaupt gewillt waren. Die Anerkennung von demokratischen Mehrheiten ist für uns eine Selbstverstänlichkeit, aber in diesem konkreten Fall sollten alle Beteiligten diese weitreichende Entscheidung vor der Hintergrund unserer genannten Kritiken nochmals überdenken. 
 
Abschließend bleibt festzustellen, dass offenbar die durch den Bürgermeister angedachte Schulstruktur von drei großen Schulkomplexen in Güstrow Realität werden soll, wobei vordergründig finanzielle Gesichtspunkte berücksichtigt wurden. Die CDU – Stadtfraktion sieht objektiv, aus den oben genannten Gründen, keine Notwendigkeit, die bestehende Schulstruktur bis 2020, bestehend aus vier Grundschulstandorten, drei Regionalen Schulen, eigenständiger gymnasialer Struktur und selbstverständlich auch mit dem Angebot von freien Schulen zu verändern.
 
Torsten Renz
CDU - Fraktionsvorsitzender